Ein Blumenstrauß im Herbst ist eine schöne Geste – ob zum Geburtstag, als Dankeschön oder einfach so. Doch wer Blumen verschicken möchte, steht vor einer praktischen Frage: Wie sorge ich dafür, dass die Blumen trotz Versandweg frisch und in Form ankommen? Im Herbst kommen dabei besondere Bedingungen hinzu: wechselnde Temperaturen, kürzere Tage und ein verändertes Blütenangebot. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, worauf es ankommt.
Im Herbst schwanken die Außentemperaturen stark – morgens kann es schon unter 5 °C sein, mittags steigen die Werte wieder auf 15 °C. Das ist für Schnittblumen problematisch: Zu viel Kälte schädigt empfindliche Blüten, zu viel Wärme im Paket beschleunigt den Alterungsprozess. Gleichzeitig bietet der Herbst ein reiches Sortiment an robusten, saisonal passenden Blumen, die für den Versand besser geeignet sind als viele Sommerblüten.
Ein weiterer Faktor: Die Tage werden kürzer, das Licht schwächer. Blumen, die lange im Transportfahrzeug liegen, bekommen weniger Licht und können schneller welken. Wer das weiß, kann gezielt gegensteuern – mit der richtigen Sortenwahl, Verpackung und Lieferplanung.
Nicht jede Blume übersteht einen 24- bis 48-stündigen Versandweg unbeschadet. Im Herbst empfehlen sich vor allem Sorten, die von Natur aus robust und langlebig sind. Diese Blumen eignen sich besonders gut:
Weniger geeignet für den Versand sind empfindliche Sorten wie Anemonen, Mohnblumen oder Maiglöckchen – diese welken ohne Wasser sehr schnell. Wer Blumen nach Jahreszeit auswählt, findet im Herbst ein breites Angebot an natürlich robusten Sorten.
Bevor die Blumen in die Post gehen, sind einige Vorbereitungen entscheidend für die Qualität beim Empfänger:
Wer Herbstsblumen bestellen möchte, profitiert davon, dass Online-Blumenhändler mit direktem Züchterzugang die Blumen erst nach Bestelleingang schneiden – so sind sie beim Versand deutlich frischer als Blumen, die tagelang im Lager lagen.
Selbst gut gemeinte Blumenpakete kommen manchmal in schlechtem Zustand an. Die häufigsten Ursachen:
Blumen, die direkt vom Züchter in den Niederlanden versendet werden, haben einen entscheidenden Vorteil: Sie werden erst nach Bestelleingang geerntet. Das bedeutet, sie sind beim Versand frischer als Blumen aus dem Großhandel, die oft 3–5 Tage alt sind, bevor sie den Kunden erreichen.
Konkrete Tipps für maximale Frische beim Empfänger:
Der Herbst umfasst grob den Zeitraum von September bis November. In dieser Zeit sind Chrysanthemen, Dahlien und Sonnenblumen auf dem Höhepunkt ihrer Saison – das bedeutet kurze Transportwege, maximale Frische und faire Preise. Im Vergleich dazu sind Sommerblumen wie Sonnenblumen im Oktober bereits am Ende ihrer Saison und entsprechend weniger frisch.
Wer außerhalb des Herbstes verschicken möchte, findet für jede Jahreszeit passende Sorten: Frühlingsblumen wie Tulpen und Narzissen starten ab Februar, Sommerblumen blühen von Juni bis August, und Winterblumen wie Amaryllis und Weihnachtssterne setzen von Dezember bis Februar Akzente.
Im November nähert sich der Herbst seinem Ende. Temperaturen unter 5 °C werden häufiger – dann sollte die Verpackung besonders auf Kälteschutz ausgelegt sein, oder man weicht auf kälteresistente Winterblumen aus.
Mit feuchtem Stielschutz und kühler Lagerung halten die meisten Schnittblumen 24–36 Stunden im Karton durch, ohne nennenswert zu leiden. Robuste Sorten wie Chrysanthemen oder Alstroemeria schaffen auch 48 Stunden. Empfindliche Blumen wie Ranunkeln oder Anemonen sollten nur per Expressversand verschickt werden.
Bei Temperaturen unter 0 °C ist normaler Versand ohne Thermoschutz riskant. Frost schädigt Blütenblätter irreparabel – sie werden glasig und braun. Verwenden Sie bei Frostgefahr Isolierverpackungen oder verschieben Sie die Lieferung auf einen wärmeren Tag. Alternativ eignen sich frostresistentere Sorten wie Winterblumen besser für den Kälteeinsatz.
Leicht gewelkte Blumen erholen sich oft mit einem einfachen Trick: Stiele frisch anschneiden, Blumen für 2–3 Stunden tief in lauwarmes Wasser stellen (bis zum Blütenansatz) und an einem kühlen, dunklen Ort ruhen lassen. In vielen Fällen richten sich die Blüten wieder auf. Stark beschädigte Blumen sollten beim Händler reklamiert werden – seriöse Anbieter ersetzen beschädigte Ware.